Stegreif Dresden _ Dachlandschaft
Die 10 bis 15-geschossigen Plattenbauten aus den 70er- und 80er Jahren dominieren die Silhouette der Stadt Dresden. Auf den ungenutzten Dachflächen schlummern enorme Potentiale, wenn man an die atemberaubende Aussicht denkt.
Die Dachfläche ist nicht nur Aussichtspunkt über die Stadt, sondern auch Schaufläche für die höheren Nachbargebäude.
Durch Faltung, Addition und Subtraktion entwickelt sich Architektur aus einer ebenen Fläche. Es entstehen Räume mit unterschiedlichen Charakteren, die sich dem Zugang, der Beziehung zwischen Alt und Neu, dem Schutz, dem Treffpunkt und der Aussicht widmen. Die Kontur des bestehenden Plattenbaus verändert sich durch die neue Formensprache und Raumorganisation auf dem Dach. Wege und Räume entstehen erst durch den Nutzer und seine Aktivität. Es wird eine Vorlage für den Besucher geschaffen, die individuell wahrnehmbar ist. Enge und Weite werden subjektiv. Die Orte ändern sich mit jedem Nutzer.
Prof. O. Lauströer
Zusammenarbeit mit J. Hoffschröer
Oktober 2006