Neues Bauen auf historisch bedeutsamen Grund
[am Beispiel des Dresdner Neumarktes]
Zunächst werden die Grundrisse untersucht, um die Gliederung des gesamten
Blocks nachzuvollziehen und zu interpretieren. Durch die Ausarbeitung
der Grundmaße in Grundrissen und Ansichten erhält man
ein Gefühl für Gebäudetiefen und Proportionen der Innenräume, Höfe
und Fassaden. Die Parzellenstruktur war kleinteilig und verwinkelt. Auf dem Areal gab es schon zu Zeiten der Stadtgründung eine Bebauung
und bis zum Barock wuchsen und veränderten sich vor allem die
innere Organisation und die Fassaden, wobei die äußere Kubatur des
Gesamtblocks Bestand hatte.
Die Höfe wurden weiter zugebaut und durch die sich wandelnden
Funktionen verschwammen die Hausgrenzen in ihrer Breite und Tiefe.
So entstanden die für diesen Ort so charakteristischen Durchhäuser,
die Zugänge zu zwei parallel liegenden Straßenzügen besaßen. In den
Grundrissen erkennt man die Durchgänge von der Straße direkt in die
Höfe. Sie dienten nicht nur der Anlieferung für die Händler und Handwerker,
die sich im Erdgeschoss befanden, sondern auch der Erschließung der Hinterhäuser.